WKV-Vizepräsident Fischer zum Bonus Malus System: Strafsteuer als Beschäftigungsanreiz ist für Betriebe kontraproduktiv!

Faktor Arbeit steuerlich entlasten, dann kann man auch ältere Arbeitnehmer einstellen!

„Laut OECD bleibt einem Arbeitnehmer nur rund die Hälfte dessen, was der Arbeitgeber tatsächlich für ihn bezahlt. Wenn der Finanzminister sich ernsthaft für mehr Anstellungen auch älteren Arbeitnehmer einsetzen will, dann sollte er endlich den Faktor Arbeit entlasten und eine Senkung der Lohnnebenkosten durchführen. Der RfW lehnt jedenfalls ein Bonus Malus System für Unternehmen ab“, so heute der WKV-Vizepräsident RfW Landesobmann Ing. Fischer zu Drohung von Schelling nach einer gesetzlichen Einführung einer solchen Strafsteuer.

Fischer dazu: „Betriebe mit einer Pönale belegen zu wollen, die nach Ansicht der Gewerkschaft und Politik zu wenige ältere Mitarbeiter beschäftigen geht an den realen Gegebenheiten völlig vorbei. Grund für die Misere sind nämlich die ständig steigenden Lohnkosten und unter anderem das Senioritätsprinzip.  Dieses staatlich verordnete „Beschäftigungs-Verhinderungs-Programm“ wirkt sich gerade bei älteren Arbeitnehmern besonders gravierend aus. Allein das letzte  Schröpfpaket der Regierung belastet bis 2017 die Unternehmen mit höheren Lohnkosten von über zwei Milliarden Euro. Arbeitsverträge mit Älteren werden dadurch deutlich teurer. Dazu kommt, dass zahlreiche Studien den Standort Österreich wegen der hohen Steuer-und Abgabenlast „am absteigenden Ast“ sehen. Welche Auswirkungen das auf den Arbeitsmarkt hat, muss auch Schelling klar sein: Geht’s der Wirtschaft schlecht, geht’s uns allen schlecht!“

„Sich ständig an den Unternehmen „abzuputzen“, ist der billigste und der falsche Weg. Wenn Schelling einen Schuldigen für die geringe Beschäftigung Älterer und die hohe Zahl an Arbeitslosen sucht, soll er sich im eigenen Haus umschauen. Sein Ministerium hat es in der Hand, die Weichen für ein  wettbewerbsfähiges und unternehmerfreundliches Österreich zu stellen, in dem auch ältere Arbeitnehmer eine Chance auf Beschäftigung haben“, so Fischer abschließend.