FW-Kroismayr: Es reicht!

Die Gastronomie braucht endlich klare Regeln, auf die Verlass ist!

Es ist schon 5 nach 12!
Unsere Branche nimmt massiv Schaden und es wird bald unmöglich, wirtschaftlich, nachhaltig und zukunftsorientiert zu arbeiten. Die Politik zeigt wieder, dass sie an der Realität vorbei regiert und für die täglichen Anstrengungen unserer Betriebe wenig Verständnis hat. Wir sind Spielball der Politik geworden – Schluss damit!

Der Wirt ist an allem schuld – am Übergewicht, an der Raucherlunge, an Krebserkrankungen, am Schwarzgeld, am Infektionsgeschehen. Früher gab es noch Hausverstand und Eigenverantwortung, ein Miteinander am Stammtisch. Und Jetzt? Jetzt begleiten uns 2G/3G Kontrollen, Masken, Abstand, Abtrennungen und unzählige andere Restriktionen und negative Schlagzeilen, wohin man schaut. Wir haben uns arrangiert, Konzepte überarbeitet und angepasst. Doch eine Überraschung jagt die nächste. Wen wundert es, dass die Lust an unserer Arbeit bei vielen schwindet.

Ob Arbeitnehmer oder Arbeitgeber – die ureigene Definition von Dienstleistung und  Gastfreundschaft ist abgeschafft. Die psychische Belastung dadurch wird gar nie erwähnt! Stattdessen sind wir Kontrolleure, die selbst ständig kontrolliert werden. Es herrscht nur mehr Fassungslosigkeit über dieses weltfremde und unternehmerfeindliche Agieren der Politik, Gewerkschaften oder von der AMS-Führung. Es sind nicht die Unternehmer, die die Branche kaputt machen – es ist das Gastronomen-Bashing!

Wir brauchen

  • endlich Gehör in der Politik!
  • Praktiker müssen gehört werden!
  • konstante Regeln, um wirtschaftliche Planbarkeit zu garantieren
  • eine Umkehr zur positiven Kommunikation und Entkriminalisierung der Branche
  • weg von der Angstmache und der ständigen Lockdown-Drohung
  • die 5 % MwSt. bis Ende 2023 für eine nachhaltige Erholung der Branche
  • weg mit den G-Regeln, Masken und den Kontrollen
  • klares Bekenntnis zur Eigenverantwortung
  • Senkung der Lohnnebenkosten, um den Arbeitsmarkt in der Branche wieder stabilisieren zu können

Wir wollen endlich wieder Gastgeber und Träumeerfüller sein und unseren Gästen unvergessliche Momente bereiten! Denn wir sind für die Gäste da, wenn sie Feierabend, Wochenende oder Urlaub haben! Anstatt dessen wird ein gesamter Wirtschaftszweig in Geiselhaft genommen.

Und nun sind wir wohl auch selbst verantwortlich, dass wir mit einer prekären Arbeitsmarktsituation konfrontiert sind. Unsere Branche stellt sich den Herausforderungen! Mitarbeiter und Arbeitgeber sind Partner! Und wir wissen, welchen Wert sie haben. Sie sind mit uns Motor, Ideengeber, das Lächeln, die Kraft, die wir Unternehmer brauchen. Gemeinsam sind wir stark. Wir können Dienstleistungen nicht lagern oder abspeichern! Wir können Dienstleistung nur in dem Moment an den Gast bringen, wenn er da ist. Ja – auch wir wünschen uns Auszeiten, Wochenenden und Ferien. Doch dann wäre keiner für unsere Gäste da, um am Sonntag das Schnitzerl zu servieren oder auch das Feierabendbier. Anstatt unsere Arbeitsbedingungen stets schlecht zu reden, braucht es mehr Wertschätzung für dieses Engagement durch unsere Gäste. Es ist schön, als Gastgeber und Mitarbeiter in der Dienstleistungsbranche zu arbeiten.

Wir entlohnen unsere Mitarbeiter gerecht, weil wir selbst wissen, welchen persönlichen Einsatz es oft braucht. Wir bieten so flexible Arbeitszeiten wie nur irgendwie möglich, weil wir die Situation verstehen. Doch wo sind unsere Mitarbeiter jetzt? Aufgrund der Corona-Erfahrungen der letzten Monate fehlen sie in der gesamten Branche und es ist schlichtweg nachvollziehbar. Wochen und Monate hat man die Gastronomie und die gesamte Tourismuswirtschaft warten lassen. Zuerst wurden wir wochenlang vertröstet, Mitarbeiter und Arbeitgeber im Unklaren gelassen, wann und wie wir wieder öffnen dürfen. Alle im selben Boot warteten wir auf die Entscheidungen – wir waren und sind es leider immer noch – Passagiere. Unternehmer wurden um ihre Lebensgrundlage gebracht, Mitarbeiter vom Bund im Stich gelassen. Was wir tun konnten, taten wir. Aber unsere Mitarbeiter orientierten sich um. Teils schlechter bezahlte Arbeit wurde angenommen, um wenigstens ein konstantes Einkommen zu haben. Dafür wechselten viele die Branche.

Durch die Unsicherheiten, die die Politik verursacht, haben alle eines gelernt:

  • Alles ist jederzeit und ohne Vorwarnung möglich! Es ist möglich mit einem Wimpernschlag einer Branche massive Schäden zuzufügen.
  • Viele sind weg aus dem Tourismus und werden nur schwer wieder zurückkehren.
  • Wir brauchen Initiativen, um unseren Mitarbeitern und uns Unternehmern wieder Sicherheit geben zu können.
  • Wir brauchen klare Taten! Lippenbekenntnisse sind fehl am Platz!

Wir sind eine attraktive Branche!